Freitag, 4. Dezember 2015

...mal wieder als Hundeführerin dabei

Hallo ihr Lieben,

jetzt melde ich mich auch mal wieder, nachdem ich viel zu tun hatte mit meinem Umzug und so weiter.

Am Samstag ging es bei uns in den Kreis Höxter, wo jedes Jahr eine recht große Drückjagd am letzten Novemberwochenende stattfindet. Auf den anderen Drückjagden wo ich war, hatte ich immer einen Stand, aber irgendwie ist es als Hundeführer doch spannender ;)

Schon seit dem vorletzten Jahr, als ich noch keinen Jagdschein hatte, begleite ich meinen Vater dorthin. Im Moment haben wir ja nicht so viele Hunde im Einsatz, denn unsere Hündin Polly bekommt bald Welpen, und dem kleinen Münsterländer, den wir sonst immer mitnehmen, geht es derzeit nicht so gut.

Also hatten wir „nur“ vier Hunde dabei. Morton und Amsel, die Wachtelhunde und Xenia und Tux, die Jagdterrier. Außerdem war auch noch der Züchter von Morton und Xenia dabei, der Xenias Bruder dabeihatte, ihre Mutter Speedy und ihren Vater Winston (der übrigens auch der Vater unserer Welpen ist), sowie Mortons Mutter und seine Schwester Malou. Also sozusagen eine Familienjagd ;)
Morgens um 5:30 Uhr klingelte der Wecker: Anziehen, Hunde einpacken, Amsel von Zuhause abholen und noch schnell Frühstück bei unserem Lieblingsbäcker holen. Das ist sozusagen ein Ritual von uns, morgens zum Bäcker, abends zu McDonalds. Das machen wir immer so :D

Um 8:15 Uhr war Treffen und um 9 Uhr ging das Treiben los. Es war auch sofort Bewegung in der Dickung, und die Hunde waren laut. Ich bin zusammen mit einem kleineren Jungen durchgegangen, der aber ganz euphorisch war. Im ersten Treiben haben wir drei Sauen gesehen, das war’s dann auch. Der Jagdleiter war schon etwas enttäuscht, dass nach dem ersten Treiben so wenig auf der Strecke lag, aber das sollte sich im zweiten Treiben ändern ;)

Nachdem wir uns mittags mit Linsensuppe gestärkt haben, ging es um 13 Uhr los mit dem zweiten Treiben. Das Wetter war schon besser geworden, und die Sonne schien sogar. Dann war richtig was los, die Hunde waren laut und ich hatte richtig viel Anblick. Mehrere Sauen, Waschbären und Rehe. Ich habe sogar einen starken Keiler gesehen, der etwas langsamer zu Fuß war, da laufkrank. Er drückte sich dann in der Dickung. Als wir dachten, dass wir ihn nicht mehr rausdrücken konnten, kam Morton auf einmal um die Ecke, lief in die Dickung und gab Standlaut. Dann sah man nur noch die Büsche wackeln und den Keiler grunzen. Ich denke, dass Morton ihn versucht hat zu halten, aber der Keiler war viel zu stark, sodass Morton ihn losließ und weiter laut verfolgte. Nachher erzählte mir einer, dass genau dieser Keiler ihn annehmen wollte, er die Beine nur noch breitmachen konnte und der Keiler durch seine Beine hindurch rannte und ihn dann mitnahm! Da hat er nochmal Schwein gehabt, dass nicht mehr passiert ist ;) Unsere Hunde haben auch zwei Sauen gehalten, sodass mein Vater zwei Frischlinge mit dem Messer abfangen konnte.

Letztendlich lagen ca. 50 Stücke Wild auf der Strecke, was im Vergleich zum letzten Jahr eher etwas weniger war. Am Wichtigsten ist aber wie immer, dass alle Hunde wieder heile nach Hause gekommen sind und dass sicher und gewissenhaft geschossen wurde.








Waidmannsheil!

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